Die Gemeinde Gehlsbach entstand 2014 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Karbow-Vietlübbe und Wahlstorf, namensgebend war der Gehlsbach. Die 540 Einwohner der Gemeinde mit den Ortsteilen Darß, Karbow, Quasslin, Vietlübbe, Wahlstorf, Hof Karbow und Sandkrug können auf eine bewegte Lokalgeschichte zurückblicken. Die erste urkundliche Erwähnung der Ortsteile stammt aus dem Jahre 1274, als Fürst Nicolaus von Werle dem Kloster Stepenitz diese Dörfer übereignete.

Charbov (Ortsteil Karbow) ist ein alter slawischer Name und bedeutet so viel wie „Buschwerk auf feuchtem Gelände“. Eine besondere Bedeutung hat der Sandkrug, früher auch Dammkrug genannt. Er lag an einer wichtigen Handelsstraße, die von der Mark Brandenburg bis Wismar an die Ostsee führte.
Das Gemeindegebiet verdankt sein Gepräge den Gletschern der Weichseleiszeit vor etwa 20.000 Jahren. Als die Eismassen abtauten, gaben sie Findlinge, Steine, Geschiebemergel, Ton und Sand frei. Der leichtere und feinere Sand wurde durch die Wassermassen als Gletscher-Milch weiter getragen und die Region damit zum wenig fruchtbaren Sandergebiet. Eine solche Landschaft, die durch den Wechsel verschiedener Bodenarten – Sand, Kies, Lehm – sowie durch Wasserläufe und Wasserflächen gekennzeichnet war, war seit der Steinzeit ein idealer Siedlungsraum mit Nahrung und auch Fluchtmöglichkeiten. Heute bietet die Gemeinde Erholung und Besinnlichkeit, eingebettet in eine herrliche Heidelandschaft, die sich bis an die brandenburgische Grenze erstreckt und von vielen Wander- und Reitwegen durchzogen ist. Für Naturfreunde ist ein Abstecher in das Naturschutzgebiet „Marienfließ“ mit seinen großflächigen Sand- und Trockenrasen und einer ausgedehnten Calluna-Heide oder ein Besuch im Quaßliner Moor ein unvergessliches Erlebnis.

Haupterwerbszweig in der wechselvollen Geschichte der Gemeinde, die u.a. von Raubritterfehden, Kriegen und Feuersbrünsten geprägt war, war immer Landwirtschaft. So bestimmen auch heute neben einigen Handwerksbetrieben große Unternehmen der Marktfrucht- und Tierproduktion das Bild. Kulturelle und sportliche Aktivitäten entwickeln verschiedene ortsansässige Vereine.